Reformation radikal – provoziert von Bibel und Krise
Vorschlag für die zweite Phase des Projekts (2015-2017)

Das Projekt geht von der Annahme aus, dass die zentrale biblische Botschaft lautet: Gottes Empathie und Gerechtigkeit zielt auf die Befreiung seiner Geschöpfe von Unterdrückung und Ungerechtigkeit. Israel und – auf dieser Grundlage – die messianischen Gemeinschaften Jesu, des Messias, sind berufen, durch die Kraft des Geistes allen Menschen Gottes rettendes Eingreifen zu bezeugen, ja, dieses zu verkörpern.

In dieser biblischen Perspektive haben wir die Reformation und die heutige Krise in unseren Forschungen kritisch untersucht. Die Ergebnisse sollen in fünf Bänden im Frühjahr 2015 publiziert werden – zusammen mit 94 zuspitzenden Thesen.

Auf dieser Basis laden wir Gemeinden, Schulen, theologische Ausbildungsstätten und ökumenische Gruppen ein, von 2015-2017 in dezentraler Form mit Opfern der Moderne und des herrschenden politisch-ökonomischen Systems zusammenzuarbeiten. Dabei soll die Rolle der Reformation und der reformatorischen Kirchen kritisch ausgewertet werden, um so zu einer befreienden Umkehr beizutragen. Wir denken dabei an die Zusammenarbeit mit jüdischen, palästinensischen und muslimischen Menschen, an Angehörige von Kirchen der radikalen Reformation (Mennoniten usw.), an arme und marginalisierte Menschen(gruppen) usw. Auch Geschlechtergerechtigkeit soll ein zentrales Thema sein.

Zwei Beispielewurden bei der 2. Internationalen Konferenz unseres Projekts in Halle genannt:

1.      Daniel Beros von der protestantischen Theologischen Hochschule in Buenos Aires (ISEDET) verhandelt mit dem Lutherischen Seminar in São Leopoldo/Brasilien über ein gemeinsames Projekt, das die kritischen Fragen der Verschuldung und des Sojaanbaus in Monokulturen aus reformatorischer Perspektive behandeln soll.

2.      Craig Nessan will mit seinen Studierenden im Wartburg Theological Seminary an dem Thema des Projekts arbeiten und mit ihnen zur Abschlusskonferenz in Wittenberg kommen.

Es würde für alle dezentralisierten Projekte möglich sein, an der Abschlussveranstaltung vom 7. - 10. Januar 2017 in Wittenberg teilzunehmen. Es wird in diesen zwei Jahren kein gemeinsames Programm, sondern nur eine lose Vernetzung der dezentralisierten Projekte, um schließlich ein gemeinsames Schlussprogramm erarbeiten zu können.

Um einen Überblick zu bekommen, bitten wir kurz mitzuteilen, wer Interesse hat und wer die Kontaktperson für die dezentrale Organisation eines Projekts ist.

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